Nachdem in Frankfurt, trotz der Qualifikation für das Finale um die Bronzemedaille, nur der unglückliche sechste Platz heraussprang, war der Bremen erleben!-Achter mit hoch gesteckten Zielen nach Münster gefahren. Die auf drei Positionen veränderte Mannschaft war voll auf eine Podestplatzierung fixiert. Doch schon im Zeitlauf gab es den ersten Dämpfer. In einem technisch schwachen Rennen konnte das Team um den zurückgekehrten Schlagmann Knud Lange lediglich die neuntschnellste Zeit errudern.

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Damit war klar, dass es im Achtelfinale starke Gegner geben würde, den Zeitschnellsten aus Hannover und den Rhein-Ruhr-Sprinter, der das Zeitfahren als Achter absolvierte. Hier galt es mindestens Zweiter zu werden um in der oberen Hälfte um das Podest mitrudern zu können. Dafür stiegen mit Malte Prohn für Jonatan Grimm, die gemeinsam den kurzfristig verletzen Sören Dannhauer ersetzten, ein paar Watt mehr ins Boot. Doch auch im Achtelfinale reichte die Leistung nicht aus eines der Boote zu schlagen, sodass es im Viertelfinale darum ging sich die Chance auf Platz neun zu bewahren.MS_2

Schlagmann Knud Lange gab die Devise aus: „den Kopf nicht hängen zu lassen und das Bestmögliche herauszuholen.“ So angespornt konnte die vom Bremer Lernkontor, der Max Müller GmbH & Co. KG und BodyMind gesponserte Mannschaft zum ersten Mal an ihren Möglichkeiten kratzen und das Viertelfinale gegen den Salzland- und den Fari-Achter für sich entscheiden. Auch im Halbfinale zeigte der Bremen erleben!-Achter Kampfgeist und sicherte sich gegen den Liganeuling aus Bad Waldsee die Teilnahme am Finale um die Plätze neun bis elf.

Nachdem das Finale zunächst wegen eines Gewitters verschoben wurde, ging die Mannschaft hochmotiviert in ihr letztes Rennen. Doch auch in diesem Rennen konnten sie ihren Rennplan nicht umsetzen und mussten sich dem Münsteraner- und dem Salzland-Achter geschlagen geben.

Das Team bestehend aus Knud Lange, Nils Hülsmeier, Tim Knifka, Yannick Schmols, André Müller, Ahmed Kebdani, Malte Prohn, Jonatan Grimm, Benjamin Wülbern und Steuerfrau Melanie Baues erlebte so einen rabenschwarzen Tag auf dem Aasee und blieb mit Platz elf weit hinter den selbstgestellten Erwartungen zurück. „Jetzt gilt es die richtigen Lehren aus diesem Renntag zu ziehen, damit wir uns in drei Wochen in Hamburg wieder besser verkaufen“, war das Fazit von Kapitän Jens Grosse, der aufgrund beruflicher Verpflichtungen nicht an dem Renntag teilnehmen konnte.